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Glaube und Religion

Februar 21st 2012 in Darkover, Kultur

Auf Darkover gibt es im großen und ganzen zwei Religionen, die sich nach dem Schiffbruch entwickelt haben. Die eine davon ist ein Ableger des Christentums, die andere könnte man als Naturgottheiten oder Elementargottheiten bezeichnen. Ein Großteil der darkovanischen Bevölkerung glaubt an die vier Naturgottheiten und den Mythos, der sie umgibt. Auch hält sich die darkovanische Herrscherkaste, die Comyn, für Nachfahren Hasturs, der der Sohn des Gottes des Lichts ist.

 „Die Vier“

Die vier Götter sind Aldones, Avarra, Evanda und Zandru. Jede der Gottheiten für sich steht für eine Jahreszeit, wobei diese Zuordnung nur ungenau ist. So wird Avarra einerseits als Göttin des Herbstes und Verfalls genannt, andererseits als die des Todes, für den eigentlich Zandru, der Gott des Winters und der neun Höllen steht. Aldones ist der Herr des Lichts, des Sommers und sexueller Reife, während Evanda als Mutter, des Wachstums und Frühlingsgöttin bezeichnet wird.

Aldones wird in Verbindung mit der Sonne gebracht. Er ist der Vater Hasturs, der mit Cassilda die Vorfahren der darkovanischen Herrscherkaste gezeugt hat. Auf ihn berufen sie sich und ihren Herrschaftsanspruch, allerdings muss man sagen, dass die Darkovaner in der Regel nicht sehr strenggläubig sind. Fanatiker sind die Seltenheit.

Das Schwert des Aldones ist eine Laran-Waffe, mit der Regis Hastur Sharra bekämpft und besiegt hat. Es besitzt eine Matrix der Stufe 10 und wurde im Zeitalter des Chaos geschaffen. Es wird in der Rhu Fead, der Kapelle am Hali-See hinter dem Laran-Schleier aufbewahrt, der Nichtmitgliedern der Telepathenkaste den Zutritt verwehrt.

In der Mythologie der Vier gibt es zahlreiche Untergottheiten, von denen uns jedoch nur ein paar bekannt sind. So gibt es zum Beispiel Naotalba, die Tochter des Verderbens, die Gemahlin Zandrus. Sie ist es, die die Kultisten in „Die Flamme von Hali“ anbeten. Diesen Kult macht sich Eduin Deslucido zunutze, der damit die Hasturs und insbesondere Varzil Ridenow stürzen will.

Über den Gott Erlik ist nichts genaueres bekannt, nur, dass er existiert.

Der Sharra-Kult

Der Sharra-Kult entwickelte sich im Zeitalter des Chaos und steht in den Hellers in Rivalität zu den Vier. Insbesondere Aldondes, der ja auch Herr des Lichts und Feuer ist, steht in Konkurrenz zu ihr. Sharra ist die Göttin des Feuers, sie wird durch Ketten, die ihr gemäß der Comyn-Mythologie nur der Hastur anlegen kann, gebändigt. In den Bergen, vor allem im Gebiet der Aldarans und Storns, ist dieser Kult zu Hause und wird dort mehr oder weniger öffentlich praktiziert. Auch in dieser Religion spielt die Fähigkeit, Matrizen zu benutzen, eine große Rolle.

Sharra tritt als Zerstörerin auf, die von den Menschen gebändigt und in Zaum gehalten werden muss. Sie wird von den Darkovanern für den Brand in Caer Donn verantwortlich gemacht. Regis Hastur hat mit dem Schwert des Aldones gegen sie gekämpft, wodurch sein Haar urplötzlich schlohweiß geworden ist.

Der Glaube der Cristoforos

Der Cristoforo-Glaube ist die einzige Religion auf Darkover, die monotheistisch ist. Sie entwickelte sich aus dem christlichen Glauben der Mönche des Sankt Christofer – Ordens vom Planeten Centaurus heraus (einem Ableger der Reformierten Katholischen Kirche), nach dem die Religion benannt ist. Eine weitere wichtige Rolle spielte der Priester Valentine Neville, der in ‚Landung auf Darkover‘ ums Leben gekommen ist. Nach ihm wurde das Kloster der Cristoforo-Mönche, das tief in den Hellers liegt, benannt: Sankt Valentin vom Schnee.

Die Mönche, die in St. Valentin leben, haben ein Keuschheitsgelübde abgelegt, ebenso schwören sie der Gewalt ab und ehren Armut und Gehorsam, ebenso Demut. Das Kloster ist bekannt für seine Bibliothek, die die größte ganz Darkovers sein soll. Viele wohlhabende Darkovaner schicken ihre Söhne für einige Zeit nach Nevarsin, damit sie dort lesen und schreiben, aber auch Disziplin erlernen (u. a. war Regis Hastur dort, aber auch Alaric Elhalyns Neffe aus ‚Herrin der Falken‘). Der Schlafsaal der Novizen im Kloster soll der kälteste Ort auf ganz Darkover sein.

Die Mönche vermitteln den Jungen nicht nur Bildung, sondern lehren sie auch eine Art Yoga, durch das sie ihren Körper selbst erwärmen können und in der Kälte nicht frieren müssen. Der Cristoforo-Glaube lehnt Nackheit ab und missbilligt im Gegensatz zu den anderen Religionen Homosexualität. Er ist hauptsächlich in den Hellers, vermutlich in der näheren Umgebung des Klosters verbreitet, Marjorie Scott aus Caer Donn gehörte ihm ebenso an wie Danilo Syrtis. Oftmals werden die Cristoforo-Anhänger jedoch für ihre Prüderie von den Mitmenschen belächelt.

Der Lastenträger, der die Last der Welt auf seinen Schultern trägt, wird von den Cristoforos angebetet. Ihn zeichnen Demut und Gehorsam aus, die Fähigkeit Gegebenes hinzunehmen und das eigene Schicksal zu akzeptieren. Auch die Verehrung der Elterngeneration und der Gehorsam ihr gegenüber ist bei den Gläubigen dieser Religion stärker ausgeprägt als bei anderen Darkovanern.

Der Glaube in den Trockenstädten

Über die Religion in den Trockenstädten ist so gut wie nichts bekannt. Es gibt wohl auch hier einen Polytheismus, einer der höheren Gottheiten wird Nebran genannt.




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Dein Kommentar:

Das wichtigste Gesetz in der Zeit der Terraner ist jenes, welches jegliche Art von Fernwaffen verbietet, wobei nicht geklärt ist ob z. B. Pfeil und Bogen für die Jagd erlaubt ist. Dieses Gesetz geht auf Varzil Ridenow zurück, der zusammen mit Carolin Hastur zum Ende des Zeitalters des Chaos damit erreicht hat, dass jegliche Art […]

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Die Darkover-Romane in chronologischer Reihenfolge (nicht nach Erscheinungsdatum). Die Anthologien sind hier nicht aufgeführt. Einige der Romane sind in Zusammenarbeit mit anderen Autoren entstanden. Zu nennen wäre dabei vor allem Deborah J. Ross, die nach Marion Zimmer-Bradleys Tod 1999 ihr Lebenswerk fortsetzt. Dabei greift sie auf Quellenmaterial zurück, das MZB hinterlassen hat.
Persönlich halte ich Ross‘ […]

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